Monte Bre3

 

Das Corona Jahr 2020


Das Reisejahr 2020 hat die Wohnmobilfans vor einfache Entscheidungen gestellt.

BLEIBEN SIE IN DER SCHWEIZ

war das Motto.

Dies haben wir uns im Sommer zu Herzen genommen und waren die ganzen drei Wochen in der Schweiz unterwegs.
Wir wollten interessante Ecken der Schweiz bereisen wo wir schon lange nicht mehr waren oder gar noch nie gewesen sind.

Das Tessin hat stand schon seit langem wieder mal auf unserer Wunschliste.

Ebenfalls waren wir noch nie im Puschlav. Dieses wunderbare Tal auf der

südlichen Seite des Bernina Passes fasziniert viele.

In der dritten Woche wollten wir nach Arosa. Der hinterste Kurort im Schanfigg kennen wir im Winter sehr gut,
verbringen wir doch 
jährlich unsere Skiferien dort.
Aber im Sommer sind die Berge rund um Arosa noch Neuland für uns.

Das Wetter war meistens gut und so haben wir diese drei Regionen zu Fuss,
mit öffentlichen Verkehrsmittel und mit den Bikes erkundet.

Die Schweiz ist wunderschön und wir haben trotz Pandemie die Ferien "zu Hause" in vollen Zügen genossen.
Wie übrigens viele andere Schweizer auch.

Mit klick auf das Bild findest du die schönsten Bilder aus dem Tessin.


Ticino


Hier findest du einge Impressionen vom Puschlav.


Poschiavo

 

Impressionen aus Arosa.

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Reise zu den Schlössern der Loire

25. Mai - 14. Juni 2019

Wir starten in unser erstes grosses Frankreich-Abenteuer bereits am Freitag Abend und fahren via La Chaux de fonds und Le Locle über die Grenze nach  Morteau, wo wir auf einem Idyllischen kleinen Camping übernachten. Es herrscht viel Vorfreude auf die berühmten Schlösser der Loire.
Am zweiten Tag fahren wir über Besançon, Dôle, Dijon und Auxerre nach Briare. Hier startet die Reise der Loire entlang. Es gibt bereits hier das erste Highlight.
Die berühmte Pont de Briare. Früher eine wichtige Handelsstrasse, heute fahren nur noch Touristenboote und Private über die Wasserbrücke.

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 Auf der Weiterfahrt der Loire entlang besuchen wir die Stadt Gien und das Schloss Sully sur Loire. Hier übernachten wir auf einem schönen Stellplatz und erkunden die 
Gegend mit unseren Fahrrädern. Das Schloss Sully ist auch bei Nacht sehr Sehenswert.

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 Als nächste Reisestation machen wir einen Halt in der Stadt Orléans. Die berühmteste Einwohnerin der Stadt ist zweifelsohne Jeanne d'Arc. Statue, Stadtplätze und Museen sind ihr gewidmet. Unbedingt Sehenswert ist die riesige Kathedrale von Orléans welche das Stadtbild schon von weit her prägt.
Auf unserer Weiterfahrt besuchen wir das wohl grösste und eindrücklichste aller Loire-Schlösser. Chateau Chambord.
Die Grösse der Schlossanlage ist unvorstellbar. Die Mauer welche das Anwesen umringt ist satte 32 Kilometer lang. Im Park kann man mit dem Fahrrad einen Tag lang umherfahren ohne den Schlosspark jemals zu verlassen.

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Ein Abstecher in den Süden des Tals zu den Schlössern Valencay, Romorantin-Lanthenay und Schloss Chinon ist der Plan der nächsten Tage. Bei gutem Wetter gibt es viel zu sehen.
Im Chateau Chevernay besichtigen wir eine Jagdhunde-Meute welche aus über 100 Tieren besteht und im Herbst noch aktiv auf Treibjagd geht. Die Fütterung der Tiere ist ein Spektakel sondergleichen.
Nach drei Tagen im Süden der Region kahren wir wieder an die Loire zurück und besuchen die Städte Blois und Tours: Leider hat das Wetter etwas gedreht und es regnet häufiger.
Aber es gibt ja nur falsche Kleidung und kein schlechtes Wetter. 

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 Die Reise führt uns weiter Richtung Atlantik. Durch den Parc Natural Régional Loire-Anjou-Touraine nach Saumur und Angers. Hier beschliessen wir über einige Nebeflüsse
der Loire den Rückweg anzutreten. Der Weg bis zum Atlantik ist doch noch etwas zu weit. Diesen sparen wir uns für eine weiter Reise auf. Auch die Zuflüsse der Loire sind sehr schön.
Hier im nördlichen Teil ist nicht viel Tourismus und wir waren oft alleine. Nach knapp zwei Wochen treffen wir in der Nähe von Orléans wieder auf den Fluss Loire und treten langsam unseren Heimweg durch den Französischen Jura an.

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Der Besuch des Loiretals ist ein tolles Erlebnis. Viele denken wenn ein Schloss besichtigt wird, hat man alle gesehen. Dies hatten wir am Anfang auch so gedacht. Dem
müssen wir aber vehement widersprechen. Jedes Schloss hat seinen Reiz und seine eigene Geschichte. Die Verbindung der Adelsfamilien untereinander ist allgegenwärtig.
Es gibt aber nicht nur Schlösser an der Loire. Wir haben Champignonhöhlen, Unterirdische Bauersiedlungen und pulsierende Städte erlebt.
Vorführungen und Impressionen aus den Mittelalter sowie Degustationen der guten Weine aus der Region haben uns jeden Tag in den Bann des "Département Centre" gezogen.
Die Loire ist toll, und gar nicht so weit von der Schweiz entfernt.

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 Salzkammergut

 

Wohnmobilreise ins Salzkammergut.

Unser Ziel über die langen Frühlingswochenenden stand früh fest. Wir wollen ein paar Tage Reto mit seiner Familie am Wörtersee besuchen.
Auf dem Rückweg möchten wir dann im Salzkammergut die schönen Seen erkunden und mit den Fahrrädern umrunden.

Wir fahren am Mittwoch schon am späteren Nachmittag in Büetigen ab und stehen erst mal öfters im Stau bis nach Zürich.
Auf einem Stellplatz nach der Grenze in Hohenems finden wir einen Platz für die Nacht. Am nächsten Morgen fahren wir früh los um am Nachmittag am Wörtersee zu sein.

Bei schönem Wetter geniessen wir ein paar wunderschöne Tage in Ebenthal in Kärnten mit der Familie bevor wir am Montag Richtung Salzburg weiterziehen.
Aber Oha! Das Wetter schlägt um. Es ist Regen angesagt für die nächsten Tage. Sieht nicht sehr gut aus mit den Fahrrad-Touren.
Egal! Schöne Städtchen und Orte besichtigen und etwas ausspannen ist auch schön.

Salzkammergut1      Salzkammergut2

Wir machen viele Spaziergänge, besuchen den Kurort Bad Kleinkirchheim, vergnügen uns in Altenmarkt in Wellness-Bad und fahren über die Turacherhöhe.
Leider immer bei regnerischen Wetterverhältnissen. Sankt Wolfgang am gleichnamigen See besuchen wir per Wohnmobil und schlendern durch das schöne Dorf mit den bunt bemalten
Häusern. Es hat noch sehr wenig Touristen im Frühling. Im Sommer sieht das wahrscheinlich ganz anders aus.

Wolfgangsee1     Wolfgangsee2     Wolfgangsee3                

Nach intensivem Studium der örtlichen Wettervorhersage beschlossen wir nach Kufstein zu fahren. Da soll es etwas besser sein, und wir kennen die Stadt noch nicht.
Wir hatten Glück und es fanden an den Tagen die Ritterspiele auf der Burg Kufstein statt welche wir uns natürlich nicht entgehen liessen.



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Typisch !! Jetzt wo es wieder nach Hause geht wird das Wetter wiederrum schön und warm.
Tja ! Was soll?s ! Wir kommen ja im Herbst wieder. Vielleicht spielt uns da das Wetter keinen Streich.
  

 StartbildNordsee

 
Von der Nordsee der Elbe entlang in die Lünenburger Heide

Bei uns in der Schweiz war sehr heisses Wetter angesagt diesen Sommer. So haben wir uns entschieden an die kühlere Nordsee zu reisen.
Aber dies mit dem Wetter ist so eine Sache. 30 - 33 Grad waren auch an der sonst so kühlen Nordsee an der Tagesordnung. Zum baden im Meer perfekt, aber spazieren oder Radfahren wurden zu einer schweisstreibenden Angelegenheit.
Morgens um drei geht es am ersten Tag auf der Autobahn zügig voran Richtung Norden.
Den ersten Stopp legen wir am Dortmund - Ems Kanal in Greven ein. Hier stehen wir mit dem Wohnmobil direkt am Kanal und geniessen erst mal das "Nichtstun."

Am folgenden Tag fahren wir nach Bremerhaven auf den Stellplatz an der Doppelschleuse. Diesen kennen wir bereits von unserer Reise im 2012.
Drei Tage Bremerhaven mit Fahrradtour durch den Hafen mit den "Dicken Pötten", Stadtbummel und Besuch unserer Verwandten. Wir sind so richtig in den Ferien angekommen.

 

Bremerhaven1  Bremerhaven2  Bremerhaven3


Luftbild Bremerhaven

     
Von Bremerhaven fahren wir der Küste entlang nach Cuxhaven. Hier wollen wir im Wattenmeer wandern. Perfekt bei den heissen Temperaturen. 
Mit dem Lauf der Gezeiten spazieren wir drei Tage durch diese schützenswerte Kulturlandschaft und Unesco Welt-Naturerbe Wattenmeer.
Auch für Gino toll, wo es doch nirgends kühler ist als im Wasser.

Panorama Wattenmeer


Wattenmeer1     Wattenmeer2

         
Der Elbe entlang und die Schiffe beobachten ist das nächste Ziel. Wobei so viele Schiffe fahren nicht mehr auf der Elbe. Ein Einheimischer hat uns erzählt, dass die Kähne immer grösser werden und somit weniger auf der Elbe fahren. Wir hatten trotzdem einige riesige Container Schiffe beobachten können.
An der Elbe hat es viele attraktive Stellplätze direkt am Fluss. Hier ist Relaxen angesagt und möglichst wenig bewegen weil, heiss, heiss, heiss.
Nach ein paar tollen Tagen beim Schiffe "gucken" und baden in der Elbe zieht es uns weiter.
Einen Abstecher in die Hansestadt Stade ist ein muss auf dieser Reise.
Die wunderschöne Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und viele tollen Gaststätten besuchen wir während zwei Tagen bevor es Richtung Hamburg weitergeht.
Immer wieder schöne Blicke über den Fluss und romantische Stimmungen am Abend.

Elbe3  Elbe4  Elbe1

Wir haben uns entschieden Hamburg zu umfahren. Mit Gino und bei der Hitze hätte uns dies sicher keinen Spass gemacht. Dafür fahren wir nun gegen Süden in die Lünenburger Heide.
Auf dem Weg dahin besuchen wir das Schiffshebewerk in Scharnebeck. Es ist das höchste in Europa. Wir machen eine Fahrt durch dieses technische Wunderwerk und bestaunen die Dimensionen dieses 38 Meter hohen Liftes für Schiffe.

Hebewerk1  Hebewerk2  Hebewerk3

Die Fahrt durch die Lünenburger Heide ist landschaftlich sehr schön.
Immer noch heisse Temperaturen von über 30 Grad halten uns aber von ausgiebigen Wanderungen ab.
Dafür besuchen wir die Stadt Lüneburg mit ihrem historischen Ortskern.

Lueneburg

Nach zeit tollen Ferienwochen geht es leider viel zufrüh wieder nach Hause.
Nicht alle Reisenden erleben die Nordsee und die Elbe mit diesen Temperaturen.
Der Sommer 2018 geht leider wieder als einer der heissesten in die Geschichte Mitteleuropas ein.

 

 

 

Auf dieser Seite finden sie unsere Wohnmobilreise in die Baltischen Staaten.


Unsere  Route

BaltischeStaaten

Anreise: Für die Anreise nach Litauen haben wir uns für die Landroute entschieden. Am ersten Tag fahren wir zu Hause um 04:00 weg so dass wir noch bei Tageslicht kurz vor der Polnischen Grenze übernachten können. Der Campingplatz Traena liegt 25 Kilometer vor dem Grenzübergang und ist einfach aber sauber und gepflegt. Nach knapp über 900 Kilometer staufreier Fahrt gibts noch schnell einen kurzen Spaziergang und ein feines Nachtessen in der Grillhütte auf dem Platz. Dann Hundemüde ins Bett damit wir am nächsten Tag frühzeitig auf der Autobahn durch Polen sind.
Vor Polen hatten wir doch etwas Respekt, haben uns doch alle Kollegen gesagt, dass die Leute da alles klauen was nicht irgendwo angebunden ist. Aber bei Nichten. Die Fahrt durch Polen war ein Traum. Kein Verkehr, Keine Strassenräuber, überhaput nichts. Die Entscheidung am Sonntag durch Polen zu fahren erwies sich als perfekt.
Wir sind um 15:00 in Nordpolen kurz vor der Litauischen Grenze auf dem Camping in Augustow angekommen. Ab jetzt hat die weite Fahrerei ein Ende und wir können die Ferien so Richtig geniessen.

Mo. 19. - Mi. 21. Juni

Wir fahren auf der südlichsten Strasse nach Litauen. Wie auch in Polen gibt es hier keine Grenzen mehr. Auf der Strasse in den schönen Kurort Druskinikaj fahren wir auf schnurgeraden Strassen durch einsame Wälder und Felder bei wunderbarem Wetter. Weit und breit keine Camper oder andere Touristen. Benzin tanken macht hier Spass. 1 Liter kostet 98 cent. In Druskininkaj machen wir eine Velotour durch das schöne Seegebiet mit Stop bei einem Retaurant um das erste Baltische Bier zu geniessen. Es geht wie beim Benzin weiter, kostet fast nichts. Wir sind definitiv im Baltikum angekommen. Den nächsten Tag verbringen wir im Dzukija Nationalpark, und wurden im Grutas Park mit sowietischer Zeitgeschichte konfrontiert. Der Park zeigt alle ehemaligen Statuen vergangener Russischer Herrscher (Stalin, Lenin und Co). Nun befinden wir uns in Kaunas, die heimliche Hauptstadt Litauens. Kaunas ist die zweitgrösste Stadt Litauens und bietet viel Sehenswertes. In der ganzen Stadt wird viel renoviert um die Spuren sowietischer Vergangenheit zu beseitigen, was noch nicht ganz gelungen ist.

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Do. 22. - Sa. 24. Juni

Von Kaunas fahren wir dem Nemunas (ehemals die Memel) entlang. Immer wieder finden wir schöne Aussichtspunkte, welche uns einen Blick in die Russische Enklave Kaliningrad bescheren. In Klaipeda nehmen wir die Fähre auf die Kurische Nehrung und besuchen den Nationalpark. Der schöne Ort Nida ist das Zentrum des Parks und beherbergt den einzigen Campingplatz. Wir besuchen die höhen Dünen welche in der Vergangenheit schon vier Dörfer begraben haben. Heute werden sie mit Bäumen bepflanzt und so gesichert. Vom höchsten Punkt der Parnidder-Düne hat man eine tollen Blick nach Russland.
Am Abend können wir am Fest der Mitternachtssonne in NIda teilnehmen. Viele Menschen in Trachten und mit Gesang verabschieden den Winter und heissen den Sommer willkommen.
Im weiteren besuchen wir die Kormoranenkolonie und den beschaulichen Ort Juodkrante bevor wir wiederum die Fähre nach Klaipeda nehmen und unsere Reise nach Norden und ins Landesinnere fortsetzen.

 

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So. 25. - Di. 27. Juni

Auf der Weiterfahrt nach Norden fahren wir nun wieder ins Landesinnere Richtung Siauliai, wo wir den Berg der Kreuze besuchen wollen. Ein Litauer hat uns gesagt, dass dies ein Muss ist auf unserer Reise durch Litauen. Unterwegs machen wir einen Halt bei der westlichsten Atomraketen-Basis der ehemaligen Sovjetunion. Die vier Silos der Atomaren Sprengköpfe sind heute ein Museum. Erschreckend was im Kalten Krieg auf uns gerichtet war. Unterweges übernachten wir auf einem Bauernhof welcher auf seiner Wiese einen kleinen Camping hat. Hier kann keiner mehr Englisch. Am folgenden Tag sind wir am Berg der Kreuze angekommen. Er gilt als Wiederstandszeichen gegen die Orthodoxe Kirche und gegen die Russichen Besatzer. Studenten der Universität Vilnius haben versucht die aufgestellten Kreuze zu zählen, haben aber Ihr Unterfangen bei 50`000 aufgegeben.
Kurz nach dem Berg der Kreuze passieren wir die Grenze zu Lettland. Einen Zwischenhalt beim sehenswerten Schloss Rundale, welches eine Kopie vom Schloss Versailles darstellt, ist sehr schön und so geniessen wir den Schlosspark bei schönstem Wetter.
Wir suchen uns einen Übernachtungsplatz an der Küste kurz vor Jurmala. einen reichen Vorort von Riga. Auf dem örtlichen Camping werden wir von einer Russisch-
Lettischen Familie zum Nachtessen eingeladen und erfahren so viel über Land und Leute. Mal auf englisch mal mit Händen und Füssen. Morgen gehts dann weiter nach Riga

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Mi. 28. - Do. 29. Juni

Am Morgen früh sind wir in Riga angekommen und haben uns sofort aufgemacht um die Stadt zu besichtigen. Bei wunderbar warmem Sommerwetter flanieren wir durch Riga und geniessen die grösste Stadt des Baltikums mit ihren verschiedenen Sehenwürdigkeiten. Die Altstadt ist grandios und voller Leben. Aber auch alles sehr touristisch.
In Riga ist den ganzen Tag immer viel los. Strassenkünstler, Souvenierstände und überall Strassenmusikanten. Am Abend gibt es auf dem Domplatz Live-Musik. Wir geniessen Lettische Spezialitäten und hören einer jungen Sängerin zu. Die Sonne geht erst um 22:20 unter und so wird es sehr spät bis wir endlich im Bett liegen. Am folgenden Tag wollen wir früh aus den Federn. Wir möchten uns auf dem Zentralmarkt mit frischen Lebensmitteln eindecken. Der Lebensmittelinspektor hätte so einiges zu tun wenn er auf dem riesigen Markt Schweizer Standard anwenden würde. Aber uns ist es egal, wir haben ein gutes 42 Prozentiges Desinfektionsmittel im Wohnmobil.

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Am Nachmittag fahren wir zur Holocaust-Gedenkstätte in Salaspils. Hier wurden von den Nationalsozialisten vor allem kleine Kinder ermordet. Die Gedenkstätte machte uns sprachlos, gibt es doch ein unterirdisches Metronom welches den Herzschlag der Erde symbolisiert. Diese Geräusch ist auf dem ganzen Areal zu hören und dies entspricht immerhin ca. 3 Fussballfeldern. Ein Ort des Grauens. Nach diesem düsternen Erlebnis fahren wir in den Gauja Nationalpark und wollen da eine Kanutour auf dem Fluss unternehmen.

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Fr. 30. Juni - Mo. 3. Juli

Das Kanuparadies in Lettland ist im Gauja Nationalpark. Wir haben eine halbtages-Tour gebucht und lassen uns vom Besitzer des Campingplatzes zum Ausgangspunkt chauffieren. Die Gauja ist ein ruhiger Fluss und ideal zum paddeln. Die Stille der Natur ist unbeschreiblich. Wir sind völlig alleine unterwegs. Am Abend machen wir es uns im Wohnmobil gemütlich. Es regnet. Am nächsten Tag verlassen wir den Park und fahren zurück an die Küste, wo wir gemütlich mit einigen Stops. Wir möchten das Meer geniessen und Richtung Norden fahren. Schon bald überqueren wir die Grenze zu Estland. Die Landschaft, die Häuser, man fühlt sich fast wie in Schweden.
Als erstes besuchen wir in Estland den Badeort Pärnu. Ziemlich viel los auf dem Camping in Pärnu. Alle Camper sind aus Finnland. Ist halt billiger als in Skandinavien. Wir machen einen langen Spaziergang durch die kleine Stadt und am Strand entlang. Am nächsten Tag fahren wir zum Sooma Nationalpark welcher ganz in der Nähe liegt und machen da eine weitere Moorwanderung durch unberührte Natur. Zurück an der Küste finden wir einen tollen Campingplatz an einem kleinen See und planen die Weiterfahrt auf die Insel Saaremaa.

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Di. 4. bis Fr. 7. Juli

Die Insel Saaremaa ist die zweitgrösste Insel in der Ostsee. Nur Gotland ist noch grösser. Die durchschnittliche Einwohnerzahl pro km² beträgt gerade mal zwei. Uns erwartet also viel Natur und Einsamkeit. Mit der Fähre fahren wir von Virtsu auf die erste Insel Muhu. Von Muhu aus ist Saaremaa über einen Damm erreichbar. Kuressaare ist der Hauptort und hat mit der Ordensburg eine gut erhaltene Sehenswürdigkeit. Ansonsten gibt es auf Saaremaa wirklich sehr viel Natur, traumhafte Campingplätze und dementsprechende Sonnenuntergänge zu geniessen. Wir umrunden die ganze Insel, besuchen den Vilsandi Nationalpark und die Steilküste von Undva. Machen schöne Wanderungen um die Natur mal nicht aus dem Auto zu erleben.
Nach drei Tagen fahren wir wiederum über Muhu zum Fährhafen und setzen aufs Festland über. Nun geht die Reise weiter Richtung Norden und durch den Matsalu Nationalpark nach Haapsalu. Der spezielle Bahnhof von Haapsalu aus der Zarenzeit lässt uns den Prunk dieser Epoche erahnen.
Nun führt uns der Weg der Nordküste von Estland entlang nach Tallin, der zweiten Hauptstadt im Baltikum welche wir besuchen wollen.


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Sa. 8. - Do.13. Juli

Endlich finde ich wieder Zeit und Netz um unsere Reise zu aktualisieren.
Wir verlassen die Stadt Haapsalu und fahren Richtung Norden bis nach Elbiku wo wir den Stress der Stadt erst mal vergessen machen und einen gemütlichen Ruhetag einlegen. Am folgenden Tag gehts der Nordküste von Estland entlang. Unterwegs besichtigen wir das Kloster von Padise und geniessen den schönen Blick aufs Meer von der Küstenstrasse aus. Der Wasserfall von Keila Joe ist für Estnische Verhältnisse spektakulär. Uns gewinnt er nur ein müdes Lächeln ab. Mit 21 meter Höhe ist er für uns eher ein Rinnsaal. Am Abend finden wir uns auf dem Camping in Vanemoisa ein, wo wir am andern Tag mit dem Zug nach Tallin fahren.

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Der Entscheid mit dem Zug nach Tallin zu fahren war goldrichtig. Bei wunderbarem Wetter ist die Zugfahrt sehr entspannt und wir können dabei noch die Sicht auf die Stadt aus der Zugsperspektive schauen. Vom Bahnhof sind es nur 10 Minuten bis in die Altstadt. Aber welcher Schock! Drei Kreuzfahrtschiffe sind am Morgen in der Stadt, und es hat mehr Japaner als auf dem Jungfraujoch in der Hochsaison. Also! Kaffeepause, dem hektischen Treiben zuschauen und warten bis die fernöstliche Invasion vorbei ist. Am Nachmittag ist nun alles schön ruhig und wir können uns die wunderschöne Stadt ohne umhergeschubse ansehen.
Wir bleiben bis Abends um neun in der Stadt und fahren mit dem Zug wieder zurück. Todmüde, aber mit vielen schönen Eindrücken entschweben wir in das Reich der Träume.

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Nach Tallin suchen wir wieder die Abgeschiedenheit der Natur. So fahren wir in Richtung Laahemaa Nationalpark an der Estnischen Nordküste.Leider regnet es heute ab und zu, und so müssen wir schweren Herzens auf lange Wanderungen verzichten. Wir campen im Park und faulenzen und lesen. Die Fahrt der Noprdküste entlang belohnt uns immer wieder mit schönen Blicken auf den Finnischen Meerbusen. Wir besuchen malerische Fischerdörfer und geniessen einen tollen Sonnenuntergang am Saka-Cliff.


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Heute fahren wir zur äussersten Grenze der Europäischen Union. In Narva, im Nordosten von Estland beginnt Russland. Die Landschaft ist aber schon vor der eigentlichen Grenze russisch geprägt. Verlassene Kolchosen sieht man viel und die Menschen in diesem Teil Estlands sind zu 90 % Russen. Hier funktionieren zur Verständigung nur noch Hände und Füsse. Kein Englisch, kein Deutsch, nur noch "NIET".
Der Grenzübergang ist sehr speziell. Ein Hochsicherheitstrakt par Excellence. Spannnend zum zuschauen. Wir besichtigen die Herrmannsfeste. Die Burg liegt 100 meter gegenüber der Festung Iwangorod in Russland. Zum Glück sind die Kanonen der Festung heute zum Zeichen des Friedens gerade gegen den Himmel gerichtet und nicht mehr nach Russland oder umgekehrt.
Nach diesem eindrücklichen Erlebnis fahren wir an die Ufer des Peipusee im Osten von Estland. Im Moment sind wir nahe der Russischen Grenze auf einem Camping eines Hotels. Alles sehr ungewohnt und Russisch eben. (Duschen in einer Russichen Kaserne)!!!!

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Fr. 14. - So.16. Juli

Die "Russische Dusche" haben wir überlebt.
Am Peipusee fahren wir dem Ufer entlang und geniessen die altrussischen Dörfer. Hier sind viele Menschen Staatenlos, weil sie durch die Unabhängigkeit Estlands Ihre russische Staatsbürgerschaft verloren haben und die Esten Sie nicht wollten. Sie helfen sich selber indem Sie Gemüse und Früchte anbauen und die Fische aus dem See räuchern und am Strassenrand verkaufen.
Wir haben dies eindrücklich erlebt. Eine 80 jährige Frau hat uns in einem der Dörfer spontan auf der Strasse angehalten und uns klargemacht sie müsse ins Dorf Mustvee zum einkaufen. Selbstverständlich haben wir Sie dorthin geführt. Wir glauben, das Erlebnis war für Sie ebenso gross wie für uns. Sie sitzt wahrscheinlich nicht jeden Tag in so einem Camper wie bei uns. Das einzige Wort das wir verstanden haben war ein überschwengliches Danke am Ziel.
Die Gegend ist sehr russisch geprägt und die Menschen sprechen wenig Fremdsprachen. Sie sind sehr freundlich aber normalerweise zurückhaltend.
Nun verlassen wir Estlands grössten See und fahren in die Universitätsstadt Tartu, welche wir besichtigen und am Abend ein weiteres mal die Estnische Küche testen. Lecker!
Die Reise geht weiter dem Fluss Elva entlang, wo wir einen Halt in Estlands bekanntestem Skigebiet machen. In Otepää. Der längste Lift ist 250 meter lang. Kein Wunder fährt von hier keiner im Weltcup mit.
Wir radeln mit unseren Bikes rund um den Pühajärv-See und geniessen die schöne Natur.

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Mo. 17. - Fr. 21. Juli

Heute besichtigen wir die Sportanlagen in Otepää. Die Russische Langlaufnationalmannschaft ist hier im Trainingslager. Die Bedingungen sind optimal. Viele Langlaufpisten auf Beton sind vorhanden, damit auch im Sommer gut trainiert werden kann.
Mit einer Wanderung in der schönen Natur beschliessen wir den Tag und campieren in Vöru.
Am Dienstag fahren wir zum höchsten Berg Estlands. Dem Suur Munnamäägi. Dieser ist ganze 318 m ü.M. Man versucht mit einem 46 Meter hohem Turm doch noch eine stattliche Höhe zu erreichen. Die Aussicht ist aber spektakulär. Man sieht 50 Kilometer weit über den Osten von Estland.
Nun geht es über die Grenze nach Lettland wo wir in Alüksne übernachten.
Am Mittwoch ist für uns ein schlechter Tag. Zuerst besuchen wir den Skulpturenpark in Balvi und sind anschliessend auf einer Schotterpiste an den Lugans-See gefahren. Der Lugans-See ist der grösste See Lettlands. Er ist aber nur 3 Meter tief und somit ein bedeutendes Brutrevier für Wasseervögel. Wir lassen uns am Park-Center informieren und geniessen die Aussicht über die unzähligen Seen. Dann fahren wir über eine katastrophale Schotterpiste weiter, zudem belasten Baustellen das Weiterkommen.
Am Abend kommen wir ziemlich kaputt und frustriert auf dem Campinplatz am Raznas ezers - See an, wo wir aber sofort freundlich zu einem Bier eingeladen werden. Aus diesem einen Bier wurde noch eins oder zwei, und am Schluss noch der obligate Vodka (oder waren es zwei?).  Dies mit einer netten Lettischen Familie und dem Gastgeber. Wir entschliessen uns einen Tag an dem wunderschönen Raznas See zu bleiben und uns etwas zu erholen.......(von was wohl??)
Am folgenden Tag fahren wir weiter Richtung Süden. Wir besuchen das Freilichtmuseum von Andrupene, welches uns das Leben vor 50 Jahren zeigt. Aber eigentlich müssen wir dazu nicht in ein Freilichtmuseum gehen, sondern uns nur umschauen. Der Unterschied in Lettland zwischen Arm und Reich ist unglaublich gross und nirgends so sichtbar wie hier im Osten des Landes.
In Aglona besichtigen wir die schöne Basilika wo jährlich fünfzigtausend Besucher registriert werden und übernachten in der Nähe auf einem Camping. Bei einem feinen Einheimischen Nachtessen welches die Frauen des Campings für uns kochen und spannenden Gesprächen mit Ringo aus Rostock und einem Pater der Basilika Aglona welcher gut Französisch spricht, beschliessen wir den Abend.

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Sa. 22. - Mi. 26. Juli

Am Samstag morgen fahren wir zurück zur Basilika. Im Reiseführer haben wir gelesen, dass es dort eine Wasserquelle mit frischem kaltem Wasser gibt, und man diese nutzen kann, um die Vorräte aufzufüllen. Mit zwei 5 Liter Gefässen müssen wir allerdings ein paarmal laufen um die 100 Liter Frischwasser im Tank zu füllen. Nun noch die Lebensmittel auffüllen und wir sind wieder bereit für ein paar Tage Wildnis. Wir fahren weiter durch die urtümliche Natur von Lettlands Osten und passieren bald die Grenze zu Litauen. Unterwegs haben wir Burghügel bestiegen und von hohen Aussichtstürmen die Landschaft bestaunt. Am Abend haben wir kurz nach der Grenze beim Dorf Zarazai auf einem Campingplatz übernachtet.
Am Morgen gehts weiter ins Dorf Sudeiky wo ein schöner Camping sein soll. Unterwegs besichtigen wir eine über 300 Jahre alte Wassermühle in Slyninka. Die Mühle ist noch in Betrieb und man könnte das Mehl welches da hergestellt wird kaufen. Wie kaufen aber lieber das fertige Brot und schauen den Frauen zu wie sie Piroggen, gefüllt mit Schinken und Käse machen. Die müssen wir natürlich sofort probieren. Sie schmecken köstlich. Am Abend war dann plötzlich auf dem Camping eine grosse Aufruhr. Ein Belgier ist mit seinem Wohnmobil im Morast versunken. Eine Internationale Rettungstruppe hat Ihn aber wieder flott gemacht. Ein Litauischer Traktor mit Unterstützung eines Deutschen und dem Know How eines Schweizers haben das Problem rasch in den Griff bekommen. Das Terrain ist zwar nur noch zum Kartoffeln pflanzen zu gebrauchen, aber dies war uns Egal. Der Erfolg wurde auf Kosten des Belgiers mit einem Bier gefeiert.
Am nächsten Tag fahren wir in den Aukustaitijos Nationalpark. Das Wetter ist regnerisch uns so machen wir nur einen Dorfspatziergang in Palüse. Leider ist die geplante Kanu-Tour auch ins Wasser gefallen.
Heute ist Dienstag und wir machen mit dem Wohnmobil eine Rundtour durch den Nationalpark. Viele Sehenswürdigkeiten sind während des Tages zu bestaunen. Zum Beispiel die Wassermühle von Giunciai, der Burgberg Ladalkalnis und das Imkereimuseum wo wir uns mit Honig eindecken. Unterwegs haben wir uns in einem Restaurant die Spezialität Litauens servieren lassen. Cepelinai sind mit Hackfleisch gefüllte Kartoffelklösse in Rahmsauce. Eine ziemlich deftige aber sehr schmackhafte Angelegenheit.
Unsere Fahrt geht langsam Richtung Vilnius. Der Hauptstadt von Litauen wollen wir die nächsten Tage die Ehre erweisen.
Auf dem Weg dorthin besuchen wir den offiziellen Mittelpunkt Europas und registrieren uns im Besucher-Buch.
Nun freuen wir uns wieder in zivilisiertere Gegenden zu kommen und das Flair einer Grossstadt zu geniessen.

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Nach der Ankunft in Vilnius beziehen wir unseren Platz auf dem Stadtnahmen Camping und lassen erst mal ein zünftiges Gewitter über uns ergehen. Es giesst aus Kübeln. Wir schlafen trotzdem herrlich und sind fit für die Hauptstadt.

Do. 26. - So. 30. Juli

Heute morgen fahren wir die 7 Kilometer mit den Fahrrädern in die Stadt. Das heisst nur zwei fahren. Gino sitzt wie immer hinten im Anhänger und lässt sich chauffieren. Er kommt aber schon noch auf seine Kilometer, den die Stadt wollen wir zu Fuss erkunden.
Vilnius ist die zweitgrösste Stadt des Baltikums, hat aber die grösste Altstadt. Aus unserer Sicht auch die schönste. Es gibt viel zu bestaunen und einige Aussichtshügel zu besteigen, wo die Sicht auf die Altstadt grandios ist. Auch den Gaumenfreuden sind wir nicht abgeneigt und geniessen so Richtig die Litauische Küche (viel Fleisch). Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen lässt es sich schön in den Gartenrestaurants sitzen. Wir schauen dem regen Treiben in den Strassen zu.
Am späten Abend kehren wir zum Wohnmobil zurück, wo wir müde in die Betten fallen.
Am Freitag gehts nochmals mit den Rädern in die Stadt. Nun machen wir mit dem Bus eine Sightseeing-Tour und lassen uns die Sehenswürdigkeiten (auf Deutsch) erklären. Zu unseren Fahrrädern zurückgekehrt trifft uns fast der Schlag. Bei Ginos einem Rad ist die Luft draussen und der Pneu hat ein grosses Loch. Weiss der Teufel wo das herkommt. Zuerst mal fluchen und dann eine Lösung suchen. Diese finden wir bei einem guten Fahrradmechaniker in einem kleinen Fahrradgeschäft im Kelller in der Altstadt.

So kehren wir am späten Nachmittag zum Camping zurück und erholen uns von den zwei stressigen Tagen in der Stadt.
Am Samstag müssen wir zuerst unseren Kühlschrank wieder füllen bevor wir in die Stadt Trakai fahren und zu einer der grössten Sehenswürdigkeiten Litauens. Die Burg Trakai.
Wir kommen bereits kurz nach dem Mittag auf dem Camping etwas ausserhalb an und geniseen den Rest des Tages mit baden im glasklaren See und faulenzen.
Am Sonntag nehmen wir wiederum die Räder um zur Burg zu gelangen. Erstens sind es 6 Kilometer und zweitens findet man keinen Parkplatz. In Trakai hat es Leute wie in Interlaken in der Hochsaison. Alles voll. Undenkbar mit den Rädern an der Strandpromende entlang zu fahren. So parkieren wir diese und machen die Besichtigung wieder mal zu Fuss. Wir flanieren unter den vielen Touristen. Bei einem kühlen Bier in einem der schönen Biergärten geniessen wir die Sicht auf die Spektakuläre Burg.
Zurück auf dem Camping nehmen wir ein erfrischendes Bad im See und sitzen nun gemütlich vor dem Wohnmobil und geniessen den lauen Sommerabend.
Morgen fahren wir dann weiter Richtung Marijampole und die Polnische Grenze.

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Mo. 31. Juli - Mi. 2. August

Während der Fahrt in Richtung Polnische Grenze füllen wir nochmals die Lebensmittelreserven auf und geniessen ein letztes Mal den Blick auf die unbeschreibliche Natur in Litauen.
Im Laufe des Tages passieren wir die Polnische Grenze in Suwalki und fahren weiter bis Augustow, wo wir bereits während der Anreise ins Baltikum übernachtet haben. Hier planen wir die weiteren Schritte. Wir waren im Osten des Baltikums etwas zu schnell unterwegs weil wir glaubten, dass im östlichen Baltikum gleich viel Sehenswürdigkeiten zu sehen sind wie im Westen. Dies erwies sich als Trugschluss. In dieser Gegend hat es vor allem sehr viel grandiose Natur zu besichtigen. So beschliessen wir schlussendlich etwas früher nach Österreich zu fahren und noch etwas mehr Zeit mit unserem Grosskind Amalia zu verbringen.


Die Fahrt durch Polen und Tschechien verläuft problemlos und wir überqueren die Grenze zu Österreich nördlich von Wien.
Nun sind wir auf einem tollen Campingplatz in Niederösterreich ( Camping Masai Mara ) und geniessen die Zeit mit baden und faulenzen bevor es nach Klagenfurt zu Amalia, Tamara und Reto geht.

Die Reise in die Baltischen Staaten war ein unglaubliches Erlebnis und hat uns den Osten Europas in einem anderen Licht gezeigt.
Alle Vorurteile über diese Länder haben sich in Luft aufgelöst. Wir fühlten uns nicht ein einziges Mal unsicher oder bedroht.
Das grösste Kapital der drei Länder ist sicher die fantastische Natur.
Wir können Litauen, Lettland und Estland auch anderen Reisenden wärmstens empfehlen. Wir werde auf alle Fälle irgendwann zurückkommen.

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